Stuttgart

Stuttgart, 16.-17.11.2009
In Baden-Württemberg, besonders in der Region Stuttgart, ist Weiterbildung ein zentrales Thema. "Rund 140 Einrichtungen stehen bei uns in der Region für ein entsprechend umfangreiches Weiterbildungsangebot", erläuterte Alexander Schwarz von der Bildungsakademie der Handwerkskammer Region Stuttgart. Ein guter Grund, um mit dem Infomobil zur Bildungsprämie gleich zwei Tage in der Landeshauptstadt Halt zu machen. Gemeinsam mit der Bildungsakademie der Handwerkskammer und vier weiteren Partnerorganisationen wurde in der Fußgängerzone Kronprinzenstraße/Ecke Büchsenstraße die Werbetrommel für berufliche Weiterbildung und die Bildungsprämie gerührt.

Cerstin Adam-Klitzing von der VHS Stuttgart informierte über die Bildungsprämie.

 "Es ist unbestritten, dass berufliche Weiterbildung eine zentrale Zukunftsinvestition darstellt, sowohl für den Einzelnen als auch für die Betriebe. Wir wissen aber auch, dass es weiterbildungsfernere Bevölkerungsgruppen gibt - beispielsweise ältere oder angelernte Erwerbstätige -, für die es besonders wichtig ist, sich beruflich weiterzubilden. Genau da setzt die Bildungsprämie an, die sich an einkommensschwächere Arbeitnehmer richtet und eine attraktive Möglichkeit darstellt, in die Weiterbildung einzusteigen." Dietmar Stengele, Leiter des Referats "Berufliche Weiterbildung" im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, brachte bei seinem Besuch am Infomobil damit auf den Punkt, weshalb das Thema berufliche Weiterbildung und mit ihr die Bildungsprämie so wichtig ist. Auch Dr. Gert Keller, Bildungsberater der privaten Fachschule für Betriebswirtschaft und Datenverarbeitung Stuttgart (FBD Bildungspark), findet, dass die Bildungsprämie ein gutes Instrument ist, "um insbesondere niedrigere Einkommensschichten an berufliche Weiterbildung heranzuführen." Die Aufgabe der Beratungsstellen zur Bildungsprämie beschreibt Cecilia Hertenberger von der IHK Region Stuttgart: "Wir sind sehr interessiert daran, dass die berufliche Weiterbildung praxisorientiert ist. Im Rahmen der Beratung zur Bildungsprämie informieren wir Interessierte deshalb auch darüber, welche Weiterbildungsmöglichkeiten es konkret gibt."

 

 

Wäre mit dem Infomobil am liebsten direkt losgefahren: Cecilia Hertenberger von der IHK Region Stuttgart.

 

Dietmar Stengele vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium ist von der Bildungsprämie überzeugt.


Zeigte sich der erste Tag in Stuttgart noch von seiner regnerischen Seite, wurde am zweiten Tag mit den ersten Sonnenstrahlen auch das Interesse der Stuttgarterinnen und Stuttgarter spürbar größer. Ob alt oder jung, für den Eigenbedarf oder aber für die Kinder - die Bildungsprämie wurde für viele schnell zu einem interessanten Thema. Und im persönlichen Gespräch mit den Beraterinnen und Beratern konnten am Infomobil gleich die nächsten Schritte auf dem Weg zum Prämiengutschein abgestimmt werden.

Sie wollen, dass möglichst viele Menschen von der Bildungsprämie profitieren: Dr. Gert Keller, FBD Bildungspark, Cecilia Hertenberger, IHK Region Stuttgart, Dietmar Stengele, Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und Cerstin Adam-Klitzing, VHS Stuttgart e. V. (v. l. n. r.).

"Die Menschen interessieren sich vor allen Dingen für Weiterbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Gesundheit und Wellness, Sprachen sowie für betriebswirtschaftliche Angebote und Buchhaltung", fasst Dr. Gert Keller seine bisherigen Erfahrungen zusammen. Ulrike Rinnert von der VHS Stuttgart e. V. ergänzte: "Prämiengutscheine werden vor allen Dingen für Schlüsselqualifikationen z. B. in den Bereichen Kommunikation, Präsentationstechniken oder EDV eingesetzt." Dass darüber hinaus auch ungewöhnliche Anfragen kommen können, wusste Heidi Maag, Geschäftsführerin Mikro-Partner Stuttgart Gesellschaft für Soft- und Hardware mbH, zu berichten: "Der Prämiengutschein kam auch schon für eine Sprachprüfung für Schwedisch oder einen Kurs in Pilates zum Einsatz." Viele Erwerbstätige haben relativ klare Vorstellungen von ihrer Weiterbildungsmaßnahme. Heike Maag: "Die meisten Menschen, die wegen eines Prämiengutscheins zu uns kommen, wissen bereits ganz genau, was sie wollen und haben oft schon ihre Weiterbildungskurse rausgesucht."
Die Passanten in der Stuttgarter Innenstadt interessierten sich auch für die konkreten Weiterbildungsmöglichkeiten in der Region und waren positiv überrascht von dem vielfältigen Angebot. "Wir sind als VHS in Stuttgart sehr breit aufgestellt und haben beispielsweise ein großes Sprachangebot. Als einer der größten Anbieter im Bereich berufliche Weiterbildung bieten wir alles an - von Tageskursen über Wochenendkurse bis zu Lehrgängen. Viele unserer Angebote werden gemeinsam mit Kooperationspartnern - Universitäten und anderen Weiterbildungsträgern - gemeinsam entwickelt und umgesetzt."
Nach zwei Tagen mit dem Infomobil bleibt festzuhalten: Viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter kennen jetzt die Bildungsprämie und werden sie hoffentlich bald für sich in Anspruch nehmen.

 

Volle Kraft für die Bildungsprämie: Heidi Maag und Judith Hornstein von Mikro-Partner Stuttgart (v. l. n. r.).

 

Judith Hornstein, Mikro-Partner Stuttgart, Alexander Schwarz, Handwerkskammer Region Stuttgart und Heidi Maag, Mikro-Partner Stuttgart gemeinsam vor dem Infomobil zur Bildungsprämie
(v. l. n. r.).