München

München, 28.11.2009
Brotzeit ist ja bekanntlich in Bayern eine gern genossene Unterbrechung des Alltags. Ob Leberkäse mit Ei, Bratwürstl oder Kässpatzn - wer seine Brotzeit genießt und dabei ein nettes Gespräch mit Freunden oder Tischnachbarn führt, der merkt: Der Tag läuft besser. Das ist wie mit der Weiterbildung. Denn wer sein Wissen vermehrt, bei dem läuft es auch besser, nämlich im Berufsleben. Was liegt also näher, als die Menschen auf dem Wiener Platz vor dem Hofbräukeller gleich auch noch über die Bildungsprämie zu informieren?
Und genau das taten Gerlinde Reiter vom Schul- und Kultusreferat der Landeshauptstadt München, Leiterin der Bildungsberatung im Pädagogischen Institut, und Claudia Schlegl, Deutschlehrerin bei Berlitz. Nicht nur die Passan-ten, auch Kaffeehausgäste und die Wartenden am Bushaltehäuschen wurden über den Prämiengutschein informiert.

Etwa 70 Beratungsgespräche hat die Bildungsberatung des Schul- und Kultusreferats der Landeshauptstadt München seit Jahresanfang durchgeführt. "Und das, muss man dazusagen, ohne große Werbung", berichtet Gerlinde Reiter. "Es geht viel über Mundpropaganda und über örtliche Pressemitteilungen. Ein bisschen schade finde ich, dass die Einkommensgrenze so niedrig angesetzt ist, sodass eine Reihe von Personen, die nur ein wenig darüberliegen, dann nicht in den Genuss des Prämiengutscheins kommen. Es wäre schön, wenn man sich Gedanken machen könnte, die Einkommensgrenze anzuheben. Aber die Aktionstour, die jetzt durchgeführt wird, um die Bildungsprämie bekannter zu machen, finde ich toll."

Gut beraten zur Bildungsprämie mit Claudia Schlegl, Berlitz, und Gerlinde Reiter, Schul- und Kultusreferat der Landeshauptstadt München (v. l. n. r.).

Zwischen Bummeln und Brotzeit gab es in München Informationen zum Prämiengutschein.

Anna-Lena Pfletschinger weiß, dass Weiterbildung "Futter" fürs Gehirn ist.