Bautzen

Bautzen, 04.12.2009
1000 Jahre Bautzen. Einmalig die Altstadt mit ihren Baudenkmälern, Türmen, mittelalterlichen Gassen und Kneipen. Keine Frage, das Städtchen in der Oberlausitz hat viel Schönes zu bieten.
Doch Bautzen ist mehr: Die Stadt ist auch das kulturelle und politische Zentrum der Sorben in der Oberlausitz. Zahlreiche Einrichtungen, Institutionen und kulturelle Stätten zeugen davon. So befindet sich hier mit dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater das einzige zweisprachige Theater Deutschlands.

Klaus Helbig (r.) von der Kreisvolkshochschule Bautzen, Regionalstelle Kamenz, zeigte sich bestens ausgestattet, um die Bautzener über die Bildungsprämie zu informieren.

Bautzen steht auch für eine starke Wirtschaft: In einer jährlich von der Sächsischen Staatskanzlei veröffentlichten Studie zur Wirtschaftsstärke der sächsischen Städte besetzt Bautzen seit mehreren Jahren regelmäßig den Spitzenplatz. Ein Grund liegt in der traditionell sehr gemischten Branchenstruktur der lokalen Wirtschaft. Viele Unternehmen können auf eine lange Tradition am Standort Bautzen zurückblicken.
Nicht zuletzt die Strukturschwäche der umliegenden Regionen hat zur Folge, dass auch die Zahl der Arbeitslosen in Bautzen sehr hoch ist und über dem sächsischen Durchschnitt liegt.
Keine leichten Bedingungen also für die Bildungsprämie: "Die Arbeitslosigkeit ist hier sehr hoch, weshalb es uns schwerfällt, die Bildungsprämie an den Mann oder die Frau zu bringen", erläuterte Erika Rötschke von der Kreisvolkshochschule Bautzen. "Wenn sie aber nachgefragt wird, dann besonders für Fort¬bildungen im Gesundheits- und Pflegebereich oder aber für Computer- und Sprachkurse." Zusammen mit ihrem Kollegen Klaus Helbig von der Regionalstelle Kamenz unterstützte die Bildungsprämienberaterin das Infomobil zur Bildungsprämie vor dem Marktkauf in Bautzen.
Viele Kunden machten auf ihren Besorgungswegen eine kurze Pause und informierten sich über die Bildungsprämie. Besonders interessiert zeigten sich zwei Verkäuferinnen des benachbarten Fischstands, die im Gegenzug Backfisch und Fischsoljanka anpriesen.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Bauzener Innenstadt ging es dann am späten Nachmittag Richtung Görlitz, der letzten Tourstation der Ostroute.

Statt Backfisch und Fischsoljanka ein wenig Bildungsprämie.

Das Infomobil vor der nächtlichen Silhouette Bautzens.