Im Westen was Neues. Die Aktionstour "Die Bildungsprämie unterwegs" erreicht die Zielstation der Westroute: Aachen
Aachen, 05.12.2009
Kassel, Korbach, Marburg, Gießen, Wetzlar, Frankfurt, Offenbach, Rüsselsheim, Wiesbaden, Taunusstein, Mainz, Ingelheim, Bingen, Koblenz, Montabaur, Neuwied, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bonn, Brühl, Köln, Bergheim, Alsdorf - 22 Tourstationen und über 1.000 Kilometer legte das Infomobil auf der Westtour "Die Bildungsprämie unterwegs" zurück, bevor es heute an der Endstation Aachen eintraf. Die westlichste Stadt Deutschlands, die seit kurzem zur Städteregion Aachen zählt, vereint Vergangenheit und Zukunft auf eindrucksvolle Weise: Ihr Wahrzeichen, der Aachener Dom, wurde 1978 als erstes deutsches Kulturdenkmal in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen - die RWTH Aachen zählt zu den Spitzenuniversitäten für technische Studiengänge.
Infomobil trifft auf geballte Beratungskompetenz: Elke Breidenbach (Regionalagentur Aachen), Sylvia Hütt (Stadt Aachen, Fachbereich Wirtschaftsförderung), Larissa Hüllenkremer (HWK Aachen), Ulrich Erven (Regionalagentur Aachen) (vorne, v. l. n. r.); Thomas Hissel (Stadt Aachen, Fachbereich Wirtschaftsförderung), Dr. Gabriele Veldkamp (Kreis Aachen - Stabstelle Projektentwicklung, Forschung, Gleichstellung), Sofia Krahnen (HWK Aachen) (hinten, v. l. n. r.).
Die Karlsstadt empfing das Tourteam zwar nicht mit Kaiserwetter, dafür aber in bester Weihnachtsstimmung: Der Aachener Weihnachtsmarkt, zu dem viele Besucherinnen und Besucher aus dem ganzen Dreiländereck angereist waren, brachte auch den Aktionspartnern am Infomobil am Dahmengraben einige Beratungen in niederländischer oder englischer Sprache ein.
Aachen ist eben eine Europastadt, was nicht nur der Internationale Karlspreis belegt. "Für uns als Europastadt ist die Bildungsprämie sehr interessant, um zum Beispiel Beschäftigte im Einzelhandel und im Tourismus im sprachlichen Bereich weiterzubilden", erzählte Elke Breidenbach, Leiterin der Regionalagentur Aachen. Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister Marcel Philipp, der dem Infomobil einen Besuch abstattete, wurde sogar eine ganz konkrete Idee ausgearbeitet: "Wir möchten gemeinsam mit dem Einzelhandelsverband eine Aktion starten und die Beschäftigten im Einzelhandel in der Stadt Aachen in der französischen und niederländischen Sprache weiterbilden - mit Hilfe des Instruments Bildungsprämie."
Auch Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp stattete dem Infomobil einen Besuch ab.
Petra Müller, Mitglied des Deutschen Bundestages, am Steuer des Infomobils.
Auch Petra Müller, Mitglied des Deutschen Bundestages, zeigte sich begeistert: "Hervorragende Aktion, dass Sie sich trauen, mit der Bildung auf die Straße zu gehen. Wir haben politisch beschlossen und würden gerne fördern, dass die Menschen ein Leben lang lernen können. Das unterstützt nicht nur den Einzelnen und die Firmen, sondern auch die Wirtschaftskraft der gesamten Region." 48 Prämiengutscheine habe die Handwerkskammer Aachen schon ausgestellt, berichtete Weiterbildungsberaterin Sofia Krahnen. Vor allem Sprachlehrgänge, aber auch Gesundheitsschulungen seien gefragt. So gingen auch viele Anfragen am Infomobil in diese Richtung. "Jegliche Mittel, die die Leute zur Weiterbildung motivieren, sind willkommen. Und nach der Weiterbildung sind die meisten begeisterter als zu Beginn. Beste Werbung für die Bildungsprämie also", so Ulrich Erven von der Regionalagentur Aachen.
Aktionspartner Thomas Hissel, Abteilungsleiter Wirtschaft und Arbeit bei der Stadt Aachen im Fachbereich Wirtschaftsförderung/Europäische Angelegenheite, resümierte: "Wir sind am Standort Aachen sehr froh über das Instrument Bildungsprämie. Aachen ist eine Stadt, die einerseits von einem großen Strukturwandel betroffen ist, aber andererseits große Chancen im Bereich Wissenschaft hat. Insofern ist Bildung ein wichtiges immerwährendes Thema für uns."
Nach drei Stunden war es soweit: Der Touchscreen wurde ausgeschaltet und die Markise eingerollt, die restlichen Müsliriegel und Broschüren wurden in den Schubladen verstaut und die Türen geschlossen. Das Infomobil machte sich auf zu seinem letzten Tourstopp - zum Transporter, der die Piaggio Ape nach vier ereignisreichen Wochen wieder nach Berlin zurückbrachte.
Direkt neben dem Weihnachtsmarkt stellte sich das Infomobil auf - und fügte sich optimal ins Geschehen ein.