Frau strickt in Atelier, im Vordergrund eine Schneiderpuppe mit Schal

"Der Austausch mit anderen ist unheimlich
wichtig."

Frau strickt in Atelier, im Vordergrund eine Schneiderpuppe mit Schal

Fashiondesignerin Wenke Müller nutzte die Elternzeit, um eine Website für ihr eigenes Label aufzubauen. Dabei half eine Weiterbildung, die sie mit Unterstützung der Bildungsprämie finanzierte.

Kreativität spielt im Leben der studierten Modedesignerin Wenke Müller eine große Rolle. Ihren Lebensunterhalt verdient sie als Kunstlehrerin an einer Grundschule. Daneben arbeitet sie als selbstständige Designerin: Sie entwickelt Handstrickdesigns und schreibt Anleitungen für die Entwürfe. Mit „tomkeknits“, so der Name ihres Labels, verfolgt Wenke Müller ihren eigenen kleinen Traum.

Die eigene Website selbst aufgebaut

Portrait Wenke MüllerDie zweifache Mutter nutzte ihre beiden Elternzeiten für Weiterbildungen: „Während der ersten Babypause habe ich mein Englisch aufgebessert. Die zweite Elternzeit nutzte ich für einen Wordpress-Kurs. Das ist eine Software, mit der man einfach Webseiten erstellen und eigenständig pflegen kann.“ Nach der Weiterbildung baute sie ihre eigene Internetseite tomkeknits.com auf. „Eine Online-Präsenz ist für Selbstständige heute einfach absolute Voraussetzung. Ich bin deshalb froh, dass ich nur die Hälfte der Schulungskosten aus eigener Tasche finanzieren musste.“

Außerdem gibt Wenke Müller Bücher mit Handstrickanleitungen heraus und arbeitet für verschiedene Handarbeitsverlage. Auf die Frage, wie sie das alles schafft, sagt sie: „Ich habe ein gut funktionierendes Netzwerk, auf das ich mich als berufstätige Mutter verlassen kann. Und ich setze Prioritäten, das heißt, ich stecke mir realistische Ziele, die ich auch erreichen kann.“

Weiterbildung für die berufliche Zufriedenheit

Von der Bildungsprämie hat Müller über ihre Physiotherapeutin erfahren, die gerade selbst eine Weiterbildung gemacht hatte und ihr begeistert von der Förderung berichtete. „Lebenslanges Lernen ist so wichtig“, sagt die Designerin. „Wenn man die Gelegenheit hat, sich weiterzuentwickeln und damit etwas für seine berufliche Zufriedenheit tun kann und sogar noch Geld dazu bekommt, sollte man diese Chance nutzen.“

Eine gute Balance im Leben

„Strickdesign und meine Arbeit als Kunstlehrerin ergänzen sich perfekt“, so Wenke Müller. „Aus der gestaltenden Arbeit als Designerin bekomme ich für meine Schulstunden regelmäßig neue Impulse und hoffe, die Kinder immer wieder neu inspirieren zu können. Mein Ziel ist, neben der kreativen und wunderschönen Tätigkeit als Kunstlehrerin mein kleines Handstricklabel weiter zu etablieren. Und: eine gute Balance im Leben zu finden – zwischen Kreativität und Sicherheit, Arbeit und Familie.“

„Ich finde Weiterbildung gut, weil mich der fachliche Austausch mit anderen inspiriert.“

Wenke Müller im Video

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